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Miniaturkarte Tasmania

Länderinfo Tasmania


Als einziger australischer Bundesstaat ist Tasmanien nicht mit dem "Main Land", wie die Tasmanier zu sagen pflegen, verbunden. Seit der steigende Meeresspiegel vor ca. 6 000 Jahren die Landverbindung unterbrach, hat auch die Flora und Fauna eigene Wege eingeschlagen. Berühmtestes Beispiel dafür ist der Tasmanische Teufel, der eben nur hier lebt. Ähnlich wie in Europa haben die Eiszeiten die Landschaften der Insel mitgeprägt, die in ihrem Innern bis über 1 500 m aufragende Gebirgslandschaften bilden. Wo Kolonisten siedelten, entstanden große Weidelandschaften für Schafe und Rinder.

Natur und Naturschutz werden hier groß geschrieben. Kein Wunder also, dass 45% der Inselfläche als Nationalparks ausgewiesen sind. Vor allem der Südwesten ist von dichten und weitgehend unberührten Urwäldern bedeckt, die von der UNESCO als Weltnaturerbe klassifiziert wurden. Große Wasserfälle wie die Russell Falls sind beliebte Ausflugsziele, aber auch die an den Steilstufen angelegten großen Wasserkraftwerke lohnen einen Besuch. Im von Gletschern geprägten zentralen Hochland laden große Seen wie der Lake St. Clair zu Kanutouren ein. Der Cradle Mountain National Park ist ein ideales Wandergebiet und die Besteigung des aus Basaltsäulen gebildeten Berges einer der Höhepunkte einer jeden Tasmanienreise. Durch die sehr mitteleuropäisch wirkenden Obstbaulandschaften der Flusstäler wie des Huon Valley gelangt man an die Küsten, die zu den schönsten in Australien gehören. Berühmt sind die großen Sandstrände der Freycinet Peninsula an der Westküste und der Blick auf die Wine Glass Bay, der fast in jedem australischen Kalender zu finden ist. Nirgendwo in Australien sind die Anfänge der britischen Kolonialgeschichte so lebendig wie in Tasmanien. Eindrucksvolle Zeugen aus der Zeit als Sträflingskolonie finden sich neben den historischen Prachtbauten in Hobart vor allem in den Ruinen des ehemaligen Sträflingslagers von Port Arthur, wo das Schicksal von Tausenden von deportierten Strafgefangenen wieder lebendig wird.

Aufgrund seiner geographischen Lage besitzt Tasmanien auch ähnliche Klima- und Vegetationsverhältnisse wie Mitteleuropa. Häufige Wetterwechsel sind typisch für das von der südlichen Westwindzone geprägte Klima. Die beste Zeit für Aktivitäten im Freien sind daher die Monate Oktober bis April.